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THE WILD PARTY




Das Musical basiert auf dem im Sommer 1928 in einer Auflage von 750 Exemplaren publizierten Poem „The Wild Party“ des damals 26-jährigen Journalisten und Drehbuchautors Joseph Moncure March. Das Gedicht galt als Schöpfung der „Jazz-Age-Poesie“ als unpublizierbar, wurde zum Skandalerfolg und kam auf den Index der verbotenen Bücher. Der Sprache und Sprunghaftigkeit der Boulevardblätter, den erotischen Reimen und Rhythmen des „Hot Jazz“, den Großaufnahmen und jähen Schnitten des Stummfilms verdankt das Gedicht seine schrille, knappe Sprache, mit der March das Lebensgefühl des „Jazz-Age“ auf den Punkt brachte. Andrew Lippa diente die Neuausgabe von 1994 als Quelle der Inspiration. „The Wild Party“ ist als Tanzshow gedacht, die allerdings das soziale Klima der damaligen Zeit stets miterzählt. Der schwarze Freitag stand vor der Tür und die wirtschaftliche Depression setzte den hedonistischen Zwanzigerjahren ein abruptes Ende. Das Stück tanzt am Rande des Abgrunds.

Bei Queenie und Burrs, zwei Vaudeville-Künstlern, ist nach drei Jahren Beziehung und Leidenschaft abgekühlt. Vor allem Burrs aggressives Verhalten verletzt Queenie. Um sich an ihm zu rächen, beschließt sie eine Party zu geben, auf der sie ihn mit den erstbesten Mann eifersüchtig machen will. In der heißen Sommer-nacht versammelt sich alles, was in der halbseidenen Welt von Varieté und Verbrechen einen Namen hat und feiert in erotisch aufgeladener Atmosphäre, als gäbe es keinen Morgen. Und dann entgleitet das Spiel Queenies Kontrolle. Sie verliebt sich tatsächlich in den fremden Jack und das Verhängnis nimmt seinen Lauf. Plötzlich steht Queenie zwischen zwei Männern, es kommt zu einem Hangemenge, zu einem Schuss...

 

Die letzte Vorstellung war am 20.02.05 im Stadttheater Klagenfurt...

 

Fotos: Zoltan
 
© Stadttheater Klagenfurt